Fundamentaler Ausblick

In dieser Ausgabe des JRC Capital Management Wochenausblicks werfen wir einen Blick auf das Währungspaar EURGBP.

Der Brexit bleibt weiterhin ein dominierendes Thema an den Finanzmärkten. Speziell bei den Anlegern im EURGBP bleibt es der wesentliche Unsicherheitsfaktor. Zuletzt bekam die britische Premierministerin Theresa May starken Gegenwind im Parlament. Obwohl ihr Brexit Antrag zunächst vom Kabinett bestätigt wurd e, wird die Situation nun nicht einfach. Zumal Brexit-Minister Dominic Raab zurücktrat sowie einige andere Politiker auch ihre Posten niederlegten. Bei einer Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank betonte Draghi, dass falls die Inflation weiterhin niedrig bleiben würde, sich eine Zinserhöhung im Euro-Raum weiter nach hinten verschiebe. Das QE der EZB läuft im Dezember ab und es soll keine Verlängerung geben. Eine Zinserhöhung wurde nach dem Sommer 2019 erwartet, dies könnte sich nun weiter nach hinten verschieben.

Für die nächste Handelswoche sind nur wenige Wirtschaftstermine vorgesehen, umso wichtiger werden daher die Meldungen rund um den Brexit und Theresa May sein. Am Mittwoch erscheint der OECD Wirtschaftsausblick für die Euro-Zone. Ebenfalls von Bedeutung das deutsche Bruttoinlandsprodukt und einige Wirtschaftsbarometer für die Euro-Zone, welche am Freitag publiziert werden.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)neutralWiderstand 10,8941
Mittelfristig (wöchentlich)bearishWiderstand 20,9100
Langfristig (monatlich)neutral
Unterstützung 10,8800
Unterstützung 20,8656

Langfristig gesehen verharrt der EURGBP in einer Seitwärtsphase zwischen 0,8700 und 0,9000, welche bis auf ein paar wenigen Ausnahmen standhielt. Kurzfristig ist ein klassischer Abwärtstrend mit stetig fallenden Tief und Hochs erkennbar. Nach einem kurzen Ausbruch aus der genannten Range, konnte der EURGBP sich wieder erholen und sogar über 0,8800 steigen. Derzeit befindet sich der Kurs bei 0,8870 in der Nähe der Abwärtstrendlinie.

Sollte der EURGBP an dieser Trendlinie abprallen und wieder fallen, befindet sich die erste Unterstützung 0,88. Bei 0,8656 befindet sich das Tief der Abwärtsbewegung, um diese fortzusetzen müssen die Bären den Kurs darunter drücken. In Kombination mit der Marke von 0,8700, welche die untere Grenze der Seitwärtsphase bildet, könnte dort ein stärkerer Unterstützungsbereich liegen.

Sollte der Kurs über die Abwärtstrendlinie steigen, befindet sich am Hoch der letzten Erholung, bei 0,8941, der erste Widerstand. Preise über diesem Level würden den Abwärtstrend auf technischer Sicht brechen. Langfristig befindet sich bei 0,9100 mit dem Jahreshoch der wichtigste Widerstand.