Fundamentaler Ausblick

Lesen Sie unsere Einschätzung zum Währungspaar EURUSD im JRC Capital Management Wochenausblick.

Zuletzt stiegen die Sorgen um eine schwächelnde Konjunktur, den Brexit und den Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China. Eben diese Risiken sprach auch Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank, in seiner Rede an. Die Risiken haben sich erhöht, eine Rezession bleibt dennoch unwahrscheinlich. Nichtsdestotrotz ist eine Zinserhöhung in diesem unwahrscheinlich. Die „dovishen“ Aussagen von Draghi sind keine Überraschung. Der Euro verlor zwar etwas an. Die Volatilität blieb hingegen, wie bereits in den letzten Wochen, auf einem niedrigen Niveau. Die Unsicherheiten für das Währungspaar bleiben auf beiden Seiten des Atlantiks hoch, so dass eine Trendrichtung sich nicht wirklich herauskristallisiert.

Für die fünfte Kalenderwoche stehen einige wichtige Wirtschaftsdaten an. Auch aus den USA werden welche erwartet und das trotz des „Government Shutdown“. Seit mittlerweile 34 Tagen ist die US-amerikanische Verwaltung still gelegt, da sich das Parlament weigert sich an der Finanzierung einer Mauer an der Grenze zu Mexiko zu beteiligen und Donald Trump im Umkehrschluss den Budgetvorschlag ablehnt. Die wichtigsten Termine für die nächste Woche sind: die Handelsbilanz und das Verbrauchervertrauen aus den USA am Montag, der deutsche Verbraucherpreisindex und die Zinsentscheidung aus den USA am Mittwoch, das Bruttoinlandsprodukt der Euro-Zone am Donnerstag und natürlich der Arbeitsmarktbericht aus den Vereinigten Staaten am Freitag.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)bearishWiderstand 11,1400
Mittelfristig (wöchentlich)neutralWiderstand 21,1569
Langfristig (monatlich)neutral
Unterstützung 11,1200
Unterstützung 21,1000

Seit einigen Monaten bewegt sich der EURUSD seitwärts in einer relativ engen Spanne. Die geringe Volatilität lässt sich auch im ATR-Indikator zu sehen, welcher sich schon in den letzten auf einem niedrigen Niveau befand und zuletzt noch tiefer fiel. In den letzten Wochen konnte sich dennoch ein kurzfristiger Abwärtstrend etablieren. Derzeit befindet sich der Kurs bei 1,1306. In einem sehr wichtigen Unterstützungsbereich. In den letzten Monaten drehte der Kurs mehrfach in diesem Bereich.

Falls der Kurs nach unten brechen sollte, befindet sich der nächste Unterstützungsbereich bei 1,1200, knapp unter dem Jahrestief von 2018. Notierungen darunter wären die niedrigsten Preise seit Juni 2017. Langfristig ist das Ziel der Bären den EURUSD unter die Marke von 1,1000 zu drücken.

Falls der Kurs in seiner Seitwärtsrange bleibt und sich erneut nach oben bewegt, befindet sich der erste Widerstand bei 1,1400, über die letzten Monate oszillierte der Kurs um diesen Bereich. Auf langer Sicht, ist das Hoch bei 1,1569 das Ziel.