Fundamentaler Ausblick

Wir wünschen Ihnen einen schönen dritten Advent. In dieser Ausgabe des JRC Capital Management Wochenausblicks präsentieren wir Ihnen den Wechselkurs des britischen Pfunds zum US-Dollar.

Es bleibt ein turbulentes Jahr für das britische Pfund. Daran ändern auch nichts Theresa May’s Sieg beim Misstrauensvotum im Parlament. Zwar konnte sie ihre Position behaupten, dennoch ist eine Spaltung in der Konservativen Partei klar erkennbar. Das macht die Lage um den Brexit nicht einfacher. Der Greenback konnte zuletzt etwas zulegen. Ein wesentlicher Faktor dafür war die Entspannung im Thema Handelsstreit. Die leichte Annäherung zwischen den USA und China beim G20 Gipfel in Argentinien sorgten für ein positiveres Klima. Eine drohende Inversion der Zinskurve sorgt indes für erhöhte Rezessionssorgen bei vielen Analysten, da dieses Phänomen als wichtiges Alarmsignal zählt.

In der 51. Kalenderwoche erwarten uns die wichtigen Wirtschaftstermine zum Ende der Woche. Am Mittwoch wird der Verbraucherpreisindex aus dem Vereinigten Königreich publiziert. Zuletzt rückte dieser Indikator in den Fokus der Bank of England. Außerdem wird die Fed ihre Entscheidung zum Leitzinssatz bekannt geben. Eine Erhöhung in der Dezembersitzung wird schon länger erwartet und ist dementsprechend eingepreist. Die anschließende Pressekonferenz von Jerome Powell könnte wichtige Informationen zur Geldpolitik der Fed beinhalten. Am Donnerstag wird die Bank of England den Zinssatz bekanntgeben und am Freitag erscheinen aus den USA das Bruttoinlandsprodukt und die Aufträge langlebiger Güter.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)neutralWiderstand 11,2700
Mittelfristig (wöchentlich)bearishWiderstand 21,2850
Langfristig (monatlich)bearish
Unterstützung 11,2478
Unterstützung 21,2400

Es war ein hin und her in dieser Woche für den GBPUSD. Jede Neuigkeit zum Votum im britischen Parlament sorgte für Bewegung im Währungspaar. Theresa May’s Sieg beim Misstrauensvotum konnte das Pfund nur kurzzeitig stützen bevor er erneut abwärts ging. Der Druck auf das Pfund steigt, was sich auch im ADX Indikator, welcher die Trendstärke zeigt, widerspiegelt.

Sollte der Kurs weiter fallen, befindet sich beim Jahrestief, bei 1,2478, eine erste Unterstützung. Derzeit befindet sich der Kurs im niedrigsten Bereich seit April 2017 und ein Ausbruch unter der wichtigen Marke von 1,2400 könnte weiteren Abwärtsdruck erzeugen.

Im Fall einer Erholung des Pfunds, befindet sich bei 1,2700 ein wichtiges Level, welches in der Vergangenheit als Unterstützung und Widerstand fungierte. Bei 1,2850 lässt sich ein weiterer wichtiger Bereich lokalisieren. Der Kurs pendelte des Öfteren um diesen Bereich herum und drehte dort.