Fundamentaler Ausblick

Berlin, 9. November 2018 – Lesen Sie unsere Einschätzung zum EURUSD im JRC Capital Management Wochenausblick.

Seit Beginn des Jahres musste der EURUSD schon fast 6% an Wert einbüßen. Die wesentlichen Belastungsfaktoren für die europäische Gemeinschaftswährung waren unter anderem der Brext und der Streit um das italienische Haushaltsdefizit. Auf der anderen Seite fungierte der Greenback als Sicherheitshafen in unsicheren Momenten. Außerdem sorgte die straffende Geldpolitik der Fed für mehr Nachfrage. Wie erwartet erhöhte die Fed in Ihrer letzten Sitzung nicht die Zinsen, die nachfolgende Pressenkonferenz bestätigte die derzeitige Markterwartung und so erscheint eine vierte Zinserhöhung in diesem Jahr bei der nächsten Sitzung für sehr wahrscheinlich.

Die kommende Handelswoche kommt mit einigen wichtigen Wirtschaftsdaten für den EURUSD. Am Montag erscheint der ZEW-Wirtschaftsbarometer für die Euro-Zone. Am Dienstag wird erst das deutsche und anschließend europäische Bruttoinlandsprodukt publiziert und am Nachmittag erwarten wir aus den USA den Verbraucherpreisindex. Für Donnerstag werden die Einzelhandelsumsätze aus den Vereinigten Staaten erwartet. Nachdem sich der US-Arbeitsmarkt robuster zeigt, stehen die Konsumzahlen im Fokus der US-Notenbank.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)neutralWiderstand 11,1498
Mittelfristig (wöchentlich)bearishWiderstand 21,1619
Langfristig (monatlich)bearish
Unterstützung 11,1300
Unterstützung 21,1200

Das Hoch im September und das Tief im Oktober trennen fünf Wochen und 500 Pips voneinander. Dementsprechend ist das Chartbild des EURUSD eher negativ. Das ändert auch eine kurze Erholung, die am 38,20% Fibonacci Retracement abprallte, im November nicht.

Sollte der Kurs weiter fallen, befindet sich die wichtigste Unterstützung bei 1,1300. Bereits August sorgte dieses Level für Energie bei den Bullen. Kurse unter diesem Niveau, wären die niedrigsten seit Juni 2017. Die darauffolgende Unterstützung befände sich bei 1,1200. Besonders in den Jahren 2015 bis 2016 war dieses Level stets ein wichtiger Drehpunkt.

Falls wir wieder steigende Kurse im EURUSD beobachten können, sollten Anleger die Fibonacci Level im Auge halten. Fast punktgenau am 38,20% Fibonacci Retracement, bei 1,1498, prallte der Kurs bei der letzten Aufwärtsbewegung ab. Das 61,80% Fibonacci Retracement befindet sich bei 1,1619 und in Kombination mit einem markanten Hoch aus dem Oktober, könnte dort ein wichtiger Widerstand sein.