Fundamentaler Ausblick

Berlin der 19. Oktober 2018 – Das Währungspaar EURUSD in dieser Ausgabe des JRC Capital Management Wochenausblicks.

Der Druck auf den Aktienmärkten bleibt weiter bestehen und das letzte FOMC-Sitzungsprotokoll war restriktiver als erwartet. Die US-amerikanische Notenbank wird weiterhin die Zinsen schrittweise anheben, einige Mitglieder sind sogar der Meinung, dass die Zinsen über das langfristige Niveau angehoben werden sollten, um eine Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden. Bekanntlich ist die Europäische Zentralbank noch etwas davon entfernt die Zinsen wieder anzuheben, das Ende des QE ist aber fest für Ende des Jahres vorgesehen.

Die kommende Handelswoche wird etwas berichtsärmer und die wichtigen Termine stehen erst zum Ende der Woche an. Am Mittwoch werden die US-Rohöl-Lagerbestände publiziert, welche besonders auf den Rohstoffmärkten für Volatilität sorgen können aber auch den im EURUSD. Am Donnerstag lädt die EZB zum Zinsentscheid und zur Pressekonferenz ein, außerdem erscheinen aus den USA die Handelsbilanz, die Aufträge langlebiger Guter sowie die Erstanträge zur Arbeitslosenunterstützung. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wird am Freitag bekannt gegeben.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)bearishWiderstand 11,1622
Mittelfristig (wöchentlich)neutralWiderstand 21,1800
Langfristig (monatlich)neutralUnterstützung 11,1400
Unterstützung 21,1300
FOMC-Sitzungsprotokoll drückt den EURUSD - EURUSD Chart

Seit Anfang Juni nun tendiert der Euro seitwärts. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen notierte der Preis zwischen 1,1500 und 1,1800 US-Dollar pro Euro. Im Zuge des FOMC-Sitzungsprotokolls fiel der EURUSD unter die wichtige Marke von 1,1500 und notiert deutlich tiefer als die gleitenden Durchschnitte auf 100 und 200 Tagesbasis.

Falls sich der Kurs erholen kann und in seine Seitwärtsrange steigen kann, befindet sich ein erster Widerstand an der 100-Tageslinie bei 1,1622. Langfristig befindet sich der wichtigste Widerstandsbereich für die Bullen bei 1,1800, dem oberen Ende der Seitwärtsspanne.

Sollte der Druck auf dem EURUSD weiter steigen, lässt sich bei 1,1400 eine Unterstützung finden. Dieser Bereich diente in der Vergangenheit des Öfteren als wichtiger Drehpunkt. Bei 1,1300 befindet sich das Tief des Jahres, welches ebenfalls als Unterstützung dienen könnte.