Fundamentaler Ausblick

Berlin, der 13. April 2018. In dieser Ausgabe des JRC Capital Management Wochenausblicks analysieren wir den EURUSD.

Die geopolitische und geoökonomische Lage ist derzeit so angespannt wie lange nichtmehr. Grund dafür sind die Aussagen zu einem möglichen Handelskrieg und damit einhergehenden Strafzölle. Ebenso brisant, wenn nicht sogar brisanter, ist die Situation in Syrien. Zuletzt drohte Donald Trump mit einem Raketenangriff auf Syrien, als Reaktion auf die mutmaßlichen Gasangriffe auf die zivile Bevölkerung. Die Unsicherheit spiegelt sich auch im Verhalten der Anleger wider. Sowohl die US-Aktienmärkte als auch die europäischen können kein wirkliches Aufwärtsmomentum aufbauen, ähnlich ist es auch beim Währungspaar EURUSD, welches sich seit Monaten seitwärts bewegt.

Die wichtigsten Wirtschaftsdaten für den EURUSD kommen gleich zu Beginn der nächsten Woche. Am Montag werden die Einzelhandelsumsätze aus den USA veröffentlicht. Nachdem das Verbrauchervertrauen zuletzt gut ausfiel, könnte das positive Konsumklima bestätigt werde, was die Fed auf ihrem Zinspfad unterstützen würde. Aus der Euro-Zone erscheint am Dienstag die Ergebnisse zur ZEW Umfrage. Abgesehen von diesen beiden Terminen sollten Anleger vorsichtig die politischen Geschehnisse betrachten, welche ebenfalls für Volatilität auf den Märkten sorgen können.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)neutralWiderstand 11,2555
Mittelfristig (wöchentlich)neutralWiderstand 21,2500
Langfristig (monatlich)bullishUnterstützung 11,2200
Unterstützung 21,2152
EURUSD weiter seitwärts - EURUSD Chart

Wie bereits erwähnt befindet sich der EURUSD seit Monaten in einer Seitwärtsphase. Auffällig dabei ist die abnehmende Volatilität und Range in der sich der Kurs bewegt. Die Aufwärtstrendlinie vom November verläuft sehr nah am Kurs und könnte wegweisend für den EURUSD sein.

Falls der Kurs tatsächlich dem Pfad der Trendlinie folgen sollte, befindet sich der wichtigste Widerstand bei 1,2500. Dieser Bereich wurde zu Beginn des Jahres ein paar Mal getestet, konnte aber nicht nachhaltig gebrochen werden. Das Hoch des Jahres befindet sich bei 1,2555, Preise über diesem Niveau könnten eine Fortsetzung des Aufwärtstrends mit initiieren.

Der Bereich bei 1,2200 bildet das untere Ende der Seitwärtsphase. Knapp darunter, bei 1,2152, befindet sich das Tief des kurzfristigen Trends im Februar. Falls der Kurs unter diesem Bereich fällt, könnte weitere Abwärtsdynamik entstehen.