Fundamentaler Ausblick

Berlin, 8. September 2017 – In dieser Ausgabe des JRC Capital Management Wochenausblicks betrachten wir den EURCAD.

Überraschenderweise erhöhte die Bank of Canada den Leitzinssatz zum zweiten Mal binnen weniger Monate. Die Zinsen wurden um 25 Basispunkte auf nunmehr 1% erhöht. Bereits im ersten Quartal deutete die kanadische Notenbank einen Anstieg der Zinsen an und setzte dies um. Die Europäische Zentralbank beließ den Leitzinssatz erwartungsgemäß unverändert. Eine Entscheidung hinsichtlich des QE wird es wohl erst zur nächsten Sitzung im Oktober geben.

Nachdem in der letzten Woche sowohl die Bank of Canada als auch die Europäische Zentralbank tagten, erscheinen in der kommenden Woche vergleichsweise wenige Konjunkturdaten. Aus Kanada werden über die ganze Woche verteilt verschiedene Daten aus dem Immobiliensektor erwartet, welche für Bewegung im EURCAD sorgen könnten. Aus der Euro-Zone werden am Mittwoch Zahlen zur Industrie Produktion publiziert.

Ein weiterer Unruhefaktor ist die derzeitige Situation mit Nordkorea, wo die Lage brisanter den je erscheint.

Technische Analyse

TrendindikationWiderstand / Unterstützung
Kurzfristig (täglich)bearishWiderstand 11,4800
Mittelfristig (wöchentlich)neutralWiderstand 21,5000
Langfristig (monatlich)bullishUnterstützung 11,4481
Unterstützung 21,4350
Bank of Canada erhöht die Zinsen - EURCAD Chart

Gegenüber den meisten Währungen konnte sich der Euro in den letzten Monaten recht stark präsentieren. Der EURCAD hingegen konsolidiert nun sein mehreren Wochen und bei weiterem Druck, könnte sich ein Abwärtstrend etablieren. Nachdem die Bank of Canada die Zinsen erhöht hat fiel der EURCAD bis auf 1,4481 und konnte sich anschließend etwas erholen.

Für Unterstützung in diesem Bereich sorgt ein Gap, welches entstand nachdem Emmanuel Macron die französischen Präsidentschaftswahlen für sich entscheiden konnte und dem Euro dadurch Auftrieb verlieh. Außerdem verläuft dort die 200-Tageslinie. Falls der Kurs nachhaltig unter dieses Level fällt, befindet sich die nächste Unterstützung bei 1,4350. In diesem Bereich befinden sich mehrere Hoch- und Tiefpunkte der letzten 18 Monate.

Falls der EURCAD sich etwas erholt, könnte er sich im Bereich von 1,4800 einpendeln. Der Kurs bewegte sich in den letzten 6 Monaten mehrfach in diesem Bereich. Das wird auch deutlich durch einen Blick auf die 100-Tageslinie, welche sich ebenfalls dort befindet. Langfristig sollte der wichtigste Widerstand bei 1,5000 liegen.